Takeda erhält Zulassung für Konsolidierungstherapie mit Brentuximab Vedotin

Auf der Basis der AETHERA-Studie erhält Takeda die Marktzulassung der Europäischen Kommission für ADCETRIS® (Brentuximab Vedotin) als Konsolidierungstherapie bei Hodgkin-Lymphom nach der Transplantation.

Die AETHERA-Studie ist eine randomisierte Studie, mit der eine Konsolidierungstherapie im unmittelbaren Anschluss an eine autologe Stammzellen-Transplantation zur Verlängerung der Transplantationswirkung und Verminderung eines weiteren Rezidivs bei Patienten mit Hodgkin-Lymphom untersucht wurde.

Brentuximab Vedotin ist ein aus einem monoklonalen Antikörper gegen das Antigen CD30 beim Hodgkin Lymphom.

Roche erhält EU-Zulassung für Gazyvaro bei follikulären Lymphom

Roche hat für Gazyvaro in Kombination mit einer Bendamustin Chemotherapie, gefolgt von einer Gazyvaro-Erhaltungstherapie, die EU Zulassung zur Behandlung von Patienten mit vorbehandeltem follikulärem Lymphom (FL) erhalten. Die Zulassung basiert auf den Daten der Phase-III-Studie GADOLIN.

Gazyva / Gazyvaro (Obinutuzumab) ist ein CD20 Antikörper ähnlich Rituximab / MabThera.

Das follikuläres Lymphom (FL) ist die häufigste Form von indolentem (langsam wachsendem) Non-Hodgkin-Lymphomen. Bisher war Gazyvaro bereits in Kombination mit Chlorambucil für Patienten mit nicht vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) zugelassen, die aufgrund von Begleiterkrankungen für eine Therapie auf der Basis der vollen Dosis von Fludarabin nicht in Frage kommen.

Uniklinik Leipzig sucht Studienteilnehmer

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Folgende Email haben wir heute erhalten und bitten unsere Leser um Teilnahme!

In einem Forschungsprojekt, welches von der Carreras-Stiftung gefördert wird, soll ein Fragebogen für junge (ehemalige) Krebspatienten entwickelt werden, der sich mit der Lebensqualität speziell für diese Altersgruppe (15-39 Jahre) beschäftigt. Dazu gibt es eine Online-Befragung, die sich mit der Lebensqualität und weiteren relevanten Aspekten wie Familienplanung, Lebenseinstellung oder Unterstützungsbedürfnissen beschäftigt. Ziel ist es, einen geeigneten Fragebogen in der Nachsorge zur Verfügung zu stellen, um gezielt die Bedürfnisse der Altersgruppe zu erfassen und entsprechende Unterstützungsangebote zu etablieren.

Wenn Sie Interesse haben, auch an dieser Studie mitzuwirken, können Sie sehr gerne Kontakt mit der Studienleiterin, Frau Diana Richter, aufnehmen. Sie können Sie sowohl per E-Mail (Diana.Richter@medizin.uni-leipzig.de) als auch telefonisch (0341-9715426) erreichen.
Den Link zur Befragung und weitere Infos zur Studie finden Sie auch auf der Projekthomepage https://www.noch-mehr-leben.de/

Gerne können Sie diese E-Mail auch an andere ehemalige Betroffene weiterleiten.

Mit herzlichen Grüßen,

Katharina Kuba und Peter Esser

gutes Ansprechverhalten bei Pembrolizumab (KEYTRUDA)

Neben Nivolumab beobachtet mit Pembrolizumab einen weiteren Wirkstoff für Patienten mit einem Rezidiv nach Stammzellentransplantation.

Nach Auswertung der KEYNOTE-087-Studie zeigt Pembrolizumab (KEYTRUDA) bei vorbehandelten Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Hodgkin-Lymphom eine rasches und gutes Therapieansprechen).

Insgesamt nahmen an der KEYNOTE-087-Studue 90 Patienten teil, davon 30 Patienten mit einem Progress nach ASZT und anschließender Behandlung mit Brentuximab Vedotin, 30 Patienten bei denen eine Salvage-Chemotherapie und eine Therapie mit Brentuximab Vedotin versagt hat, und die für eine ASZT nicht geeignet sind und 30 Patienten mit einer ASZT ohne Behandlung mit Brentuximab Vedotin.

Die Patienten erhielten Pembrolizumab als Monotherapie in der fixen Dosierung von 200 mg alle drei Wochen. Die Behandlung wurde über 24 Monate oder bis zum Erreichen einer bestätigten Krankheitsprogression, einer intolerablen Toxizität oder bis zum Therapiestopp durch den Studienarzt weitergeführt.

Das Gesamtansprechen in der Studie liegt bei über 70%, davon knapp 30% mit einer Komplettremission, ca. 47% mit einer partiellen Remission. 12% erreichten eine Krankheitsstabilisierung und bei ca. 10% kam es unter Pembrolizumab zu einem Progress der Erkrankung.

Pembrolizumab ist ein Anti-PD-1 (Programmed Death-1)-Rezeptor-Antikörper.

Quellen:
Chen RW et al. Pembrolizumab for relapsed/refractory classical Hodgkin lymphoma (R/R cHL): phase 2 KEYNOTE-087 study. J Clin Oncol 2016; 34 (Suppl): Abstract #7555
https://ash.confex.com/ash/2015/webprogram/Paper85725.html

gutes Ansprechen auf Nivolumab

Patienten mit Hodgkin Lymphom und einem Rezidiv nach Stammzelltransplantation erreichten mit Nivolumab in der Phase-II-Studie CheckMate 205 ein hohes und lang anhaltendes Ansprechen.

In der CheckMate 205-Studie konnte erreichten von den 80 teilnehmenden Patienten eine Ansprechrate von 66,3%., davon erreichten 7 Patienten (9%) eine komplette Remission, 46 (58%) eine partielle Remission, bei 18 (23%) stabilisierte sich die Erkrankung, 6 Patienten (8%) waren progredient.

Die mediane Zeit bis zum Ansprechen betrug 2,1 Monate, die mediane Dauer des Ansprechens 7,8 Monate.

Therapieassoziierte Nebenwirkungen wurden bei 72 Patienten (90%) berichtet. Die häufigsten (≥15%) waren Fatigue, infusionsbezogene Reaktionen. Es waren keine Todesfälle aufgetreten in Zusammenhang mit der Therapie.

Nivolumab ist in den USA bereit für Patienten mit Rezidiv nach einer Stammzelltransplantation zugelassen.

Quelle:
https://www.journalonko.de/news/anzeigen/9562

MorphoSys präsentiert neue Studiendaten zum Antikörper MOR208

MorphoSys stellte aktualisierte Daten einer klinischen Phase 2a-Studie mit dem Anti-CD19-Antikörper MOR208 vor. MOR208, ein CD19-Antikörper, führt als Einzelwirkstoff in der Behandlung des rezidivierten/refraktären Non-Hodgkin Lymphoms zu einer Kontrolle der Erkrankung (CR + PR + SD) bei 40% der Patienten mit diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) und bei 73% mit der indolenten Form des NHL (iNHL). Das progressionsfreie Überleben (PFS) bei der MOR208-Behandlung in Rituximab-refraktären und Rituximab-nicht-refraktären Patienten war vergleichbar lang (medianes PFS 5,3 Monate versus 6,6 Monate, HR 0,85, 95% CI 0,45-1,6, p=0.59). Die aktualisierten Daten für die im Rahmen der Studie behandelten Patienten zeigen eine PFS-Rate von 40% nach 12 Monaten sowohl für DLBCL- als auch iNHL-Patienten. Neun mit MOR208 behandelte Patienten zeigen nach wie vor ein Ansprechen auf die Therapie (7 Komplettremissionen (CR), 2 Teilremissionen (PR)), wobei die längsten Ansprechdauern bereits bei 26 Monaten liegen.

MOR208 ist ein Anti-CD19-Antikörper mit modifiziertem Fc-Teil. MOR208 als Monotherapie wird mit einer wöchentlichen Dosierung von 12 mg/kg verabreicht.

Quellen:
Abstract #7545
W. Jurczak et al: Subgroup analyses of diffuse large B-cell lymphoma (DLBCL) and indolent lymphoma cohorts from a phase 2a study of single-agent MOR208 in patients with relapsed or refractory non-Hodgkin’s lymphoma (R-R NHL).

Abstract #TPS7572
C.-M. Wendtner et al: A phase 2 study of MOR208 plus idelalisib in patients with relapsed or refractory chronic lymphocytic leukemia (CLL) or small lymphocytic lymphoma (SLL) previously treated with a Bruton’s tyrosine kinase inhibitor.

CHMP empfiehlt Erhaltungstherapie mit Brentuximab nach SZT

Auf der Basis der AETHERA Studie empfiehlt das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung für die konsolidierende Behandlung von erwachsenen Patienten mit Hodgkin Lymphom (HL) und erhöhtem Rezidiv- oder Progressionsrisiko nach autologer Stammzelltransplantation.

In der Phase-III-Studie AETHERA wurden 329 Patienten mit einem rezidivierten oder refraktärem CD30-positiven Hodgkin Lymphom nach Hochdosischemotherapie und autonomer Stammzellentransplantation entweder auf Brentuximab Vedotin (n = 165) oder Placebo (n=164) randomisiert.

Bundeskabinett beschließt Cannabis als Medikament ab 2017

Ein Umdenken und ein Schritt in die Zukunft. Das Bundeskabinett hat am 4. Mai 2016 beschlossen, das Cannabis ab 2017 für schwer Kranke als Medikament zur Verfügung stehen soll. Eine vollständige Legalisierung und den freien Anbau lehnte das Kabinett aber ab.

Mit dieser Neuregelung für Cannabis müssen zukünftig aber die Kosten von der Krankenkasse getragen werden. Dies gelte aber erst einmal nur für Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen und fehlenden Therapiealternativen.

Derzeit waren in Deutschland 647 Patienten mit Ausnahmegenehmigung berechtigt, sich in einer Apotheke Cannabis zu kaufen, so die Zahlen des BfArM.

Hersteller kündigt Lieferengpässe für Etoposid an

Der Hersteller Bristol-Myers Squibb (BMS) kündigt Lieferengpässe für die Etoposid-haltigen Arzneimittel Etopophos und Vepesid K ab August 2016 voraussichtlich für ein Jahr an. Als Grund gibt der Hersteller Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Grundsubstanz an.

Etoposid ist ein Glycosid von Podophyllotoxin, welches aus der Wurzel des Himalaya-Maiapfels gewonnen wird. Die Pflanze unterliegt jedoch seit kurzem dem „Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES)“, welches die Beschaffung der Grundsubstanz deutlich schwieriger macht.

Ein Lieferengpass würde die Hodgkin-Patienten hart treffen, denn Etoposid ist ein elementarer Bestandteil des BEACOPP-Schema.

Die DGHO befürchtet durch die Lieferunterbrechung schwerwiegenden Folgen für die betroffenen Patienten.

Quellen:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/pharmazie/nachricht-detail-pharmazie/krebsmedikamente-etoposid-lieferengpass-kann-toedlich-werden-bms-dgho/
https://idw-online.de/de/news651707

Gazyvaro von Roche erhält Zulassung in der Schweiz

Der CD20-Antikörper Gazyvaro(Obinutuzumab) vom Pharmakonzern Roche hat in der Schweiz die Zulassung zur Behandlung von Patienten mit vorbehandeltem follikulärem Lymphom bekommen. 2014 wurde Gazyvaro in der Schweiz bereites zur Erstlinientherapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) in Kombination mit Chlorambucil-Chemotherapie zugelassen. Die Zulassung in der EU durch die EMA steht noch aus, soll aber in Kürze ebenfalls erfolgen.

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