ARD Mediathek zum Thema “Hodgkin Lymphom”

In der ARD Mediathek gibt es vom 10.09.2019 einen Beitrag zum Hodgkin Lymphom. Vielleicht ist dieser ja für einige Leser interessant.

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https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL25kci5kZS9kMjI1NTgzYi0yNGMyLTQ1ZjUtODMyYi0zNDY4YjgwZjQ4ZGY/

Brentuximab + AVD erhält Zulassung für Hodgkin Lymphom im fortgeschrittenen Stadium

Der Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) hab am 05. September eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) beschlossen und den CD30-Antikörper Brentuximab Vedotin und in Verbindung mit der Chemotherapie AVD (Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin) für Patienten mit unbehandelten Hodgkin Lymphom im fortgeschrittenen Stadium zugelassen.

Die Erweiterung der Zulassung basiert auf den Daten der Phase-III-Studie ECHELON-1.

Quelle: https://www.g-ba.de/beschluesse/3944/

Lenalidomid + Obinutuzumab wirksames Duo in der Rezidivtheapie beim follikulären Lymphom.

Im Nachgang der ASCO 2019 wurden Ergebnisse einer Studie mit Lenalidomid + Obinutuzumab bei rezidivierten/refraktären follikulären Lymphomen veröffentlicht, wenn keine anderen Behandlungsmöglichkeiten wie Stammzellentherapie möglich waren.

In die Studie wurden 89 Patienten aufgenommen, von 86 Patienten gingen die Daten in die Auswertung ein. 27% der Patienten bekamen ein Rezidiv innerhalb von 24 Monaten nach Erstdiagnose.

Das Ansprechen auf die Therapie mit Lenalidomid und dem Antikörper Obinutuzumab lag bei 79%, ein komplettes Ansprechen zeigte sich bei 27% der Patienten, 41% der Patienten zeigten teilweises Ansprechen.

Das Progressionsfreies Überleben (PFS) nach 2 Jahren lag bei 65%, das Gesamtüberleben bei 87% der Patienten.

Die häufigsten unerwünschten Ereignisse von Grad 3–4 waren Neutropenie (43 %) und Thrombozytopenie (14 %).

Quelle: Morschhauser F, et al., Lancet Haematol.

ADC Therapeutics präsentiert auf der ICML Ergebnisse der Studie ADCT-301 für das Hodgkin Lymphom

Auf der 15. Internationalen Konferenz über maligne Lymphome (ICML) in Lugano ADC Therapeutics Ergebnisse zum neuen Antikörper ADCT-301 (Camidanlumabirin) für Patienten mit einem rezidivierendem oder refraktärem Hodgkin-Lymphom.

Bis April 2019 waren 77 Patienten in die Studie aufgenommen, die bereits mehrere Vortherapien durchlaufen haben. Innerhalb der Studie bekamen die Patienten alle drei Wochen 45 µg/kg des Anti-CD25 Antikörpers. Das allgemeine Ansprechen (ORR) war mit 86,5% hoch, was auf eine signifikante Anti-Tumor-Aktivität in der gesamten R/R cHL-Population hinweist.

In Kombination mit anderen Medikamenten zeigte ADCT-301 eine starke Synergie mit dem mTOR-Inhibitor Everolimus, dem PI3K-Inhibitor Copanlisib , dem BCL2-Inhibitor Venetoclax und dem HDAC-Inhibitor Vorinostat.

Eine zulassungsrelevante klinische Phase-II-Studie mit ADCT-301 bei 100 Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Hodgkin-Lymphom soll noch im Jahr 2019 beginnen.

ADC Therapeutics präsentiert auf der ICML Ergebnisse der Studie ADCT-402 (DLBCL)

Auf der 15. Internationalen Konferenz über maligne Lymphome (ICML) hat ADC Therapeutics Ergebnisse der Studie ADCT-402 präsentiert. Die Phase-I-Studie untersucht Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffusem großem B-Zell-Lymphom. In die Studie mit ADCT-402 (loncastuximab-Tesirin) waren 129 Patienten eingeschlossen. Innerhalb der Studie bekamen die Patienten 120 µg/kg des Wirkstoffes. Besonders ältere Patienten, die für eine Stammzellentransplantation nicht in Frage kommen, zeigten ein gutes Ansprechen von 59,1% im ORR.

Die häufigsten Nebenwirkungen bei der Behandlung waren: Gamma-Glutamyltransferase erhöht (20,2 %), Neutropenie (17,8 %), Neutrophilenzahl verringert (14 %), Anämie (11,6 %), Thrombozytopenie (11,6 %) und Thrombozytenzahl verringert (10,9 %).

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Loncastuximab Tesirin (ADCT-402), das auf CD19 abzielt, zeigt eine starke in vitro Anti-Lymphom-Aktivität sowohl als Einzelwirkstoff als auch in Kombination. In Kombination mit anderen Medikamenten zeigte ADCT-402 eine starke Synergie mit dem BCL2-Inhibitor Venetoclax, dem PI3K-Delta-Inhibitor Idelalisib und dem Chemotherapeutikum Bendamustin. Hier sind später Kombinationstherapien denkbar.

Die amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat ADCT-402 bereits den “Orphan Drug Status” für die Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem DLBCL und MCL erteilt.

peripheres T-Zell-Lymphom Bendamustin-Chemo liefert gute Werte im Rezidivfall

Eine Chemotherapie mit Bendamustin, Carboplatin und Dexamethason (BCD) liefert bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem peripherem T-Zell-Lymphom (R/R PTCL) gute Werte. Diese Werte lieferte die Phase-II-Studie BENCART zu BCD bei 28 Patienten mit R/R PTCL.

Nach 2 Zyklen BCD erreichten 54% ein allgemeines Ansprechen, 19% eine komplette Revision und 35% eine partielle Remission. Die mediane Dauer des Ansprechens lag bei 5,3 Monate, das mediane progressionsfreie Überleben bei 4,4 Monaten.

Bei den meisten Patienten innerhalb der Studie erfolgte im Anschluss eine autologe Stammzellentransplantation.

PIXUVRI (Pixantron) als Monotherapie zugelassen

In der EU ist PIXUVRI® (Pixantron) von Servier als Monotherapie für erwachsene Patienten mit mehrfach rezidiviertem oder refraktärem aggressivem Non-Hodgkin-B-Zell-Lymphom zugelassen. Das Zytostatikum hatte vorher nur eine bedingte eingeschränkte Marktzulassung.

Die Zulassung basiert auf der randomisierten Phase-III-Studie PUX301. In der Studie mit 140 Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem aggressivem Non-Hodgkin-Lymphomwurde PIXUVRI als Monotherapie geprüft.Innerhalb der Studie zeigten 20% der Patienten ein vollständiges Ansprechen auf PIXUVRI.

Die häufigsten Nebenwirkungen von PIXUVRI sind Neutropenie, Leukopenie, Lymphopenie, Anämie, Thrombozytopenie, Übelkeit, Erbrechen, Hautverfärbung, Alopezie, Chromaturie und Asthenie.

Polatuzumab erhält Zulassung (DLBCL)

Von der amerikanischen Zulassungsbehörde ist Polatuzumab Vedotin-piiq (Polivy) von Roche zugelassen. Die Zulassung gilt für Polivy in Kombination mit Bentamustin plus Rituxan (Rituximab) zur Behandlung von Menschen mit rezidiviertem oder refraktärem diffusem grossem B-Zell-Lymphom (DLBCL).

Polatuzumab Vedotin ist ein CD79b-Antikörper, der gezielt an entartete B-Zellen binden kann und so über den Rezeptor und dem Mitose-Hemmstoff Monomethyl-Auristan E den Zelltod der entarteten Zelle herbeiführen kann.

Die Zulassung basiert auf der Phase II-Studie GO20365 in der 40% der Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffusem grossem B-Zell-Lymphom (DLBCL) eine Remission erreichten. Die progressionsfreie Überlebenszeit lag bei 12,4 Monaten.

Roche hat für Europa bereits ebenso einen Zulassungsantrag gestellt, durch den Breakthrough-Status des Antikörpers wird mit einer Zulassung im Spätsommer gerechnet.

Patienten Symposium Non-Hodgkin-Lymphome am 07. September in Düsseldorf

Am 07. September 2019 findet ein Symposium Non-Hodgkin-Lymphome für Patienten, Angehörige, Ärzte und Interessierte der Non-Hodgkin-Lymphome Hilfe e.V. Selbsthilfeorganisation Nordrhein-Westfalen im NH-Hotel Düsseldorf City Nord, Münsterstr. 230-238, 40407 Düsseldorf statt.

Themen: Komplementärmedizin, Begleiterkrankungen, Neue Behandlungsmethoden, Neues aus der Stammzelltransplantation, Reha, Sport und Nachsorge ( Block), CLL ( Chronische Lymphatische Leukämie) Diffus großzelliges B- Zell Lymphom, Follikuläre und andere Indolente Lymphome, Mantelzelllymphome, Plasmozytom/Multiples Myelom und Psychoonkologie, Morbus Waldenström.

Antikörper Tafasitamab (MOR208 ) mit Markteinführung 2020

Die klinischen Phase-2-Studie L-Mind-Studie von Morphosys hat ihren primären Endpunkt erreicht. Damit steht Morphosys vor der Markteinführung des Antikörpers Tafasitamab (MOR208).

In der L-MIND-Studie mit 80 eingeschlossenen Patienten mit einem wiederkehrenden oder therapieresistenten diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom wurde der Antikörper in Verbindung mit Lenalidomid untersucht. Innerhalb der Studie betrug die Ansprechrate (ORR) 60%.Das mediane progressionsfreie Überleben lag bei 12,1 Monaten.

Tafasitamab ist ein gegen das Zielmolekül CD19 gerichteter humanisierter monoklonaler Antikörper. Die Markteinführung in den USA wird für 2020 erwartet.

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