DKMS sucht in der BILD passenden Spender für Stefanie Mauer

Die Bild-Zeitung berichtet am 04.03.2014 über das Schicksal von Stefanie Mauer. Die junge Mutter aus Bremen erkankte nach einem NHL im Rezidiv an Morbus Hodgkin und sucht nun einen passenden Stammzellenspender. DHAP und IGEV schlugen in der Rezidivtherapie schlecht an, die Hoffnung der Ärzte ruhen nun auf einer allogenen Stammzellentransplantation.

Quelle:
https://www.bild.de/news/inland/lymphdruesenkrebs/bitte-rettet-mein-leben-34919608.bild.html

MRT statt PET/CT bei Kindern und Jugendlichen

Wie das Ärzteblatt heute unter unten angegebener Quelle berichtet, könnten Kinder in der Diagnostik von Lymphomerkrankungen in Zukunft mit einem MRT statt einem PET/CT behandelt werden. Dadurch ergibt sich eine deutlich verminderte Strahlenbelastung und trotzdem eine gute Staging-Diagnostik.

Eine erste Pilotstudie aus den USA liefert jetzt bei einer kombinierte MRT-Untersuchungen mit Ferumoxytol ähnlich gute Ergebnisse wie die derzeitige Standarddiagnostik mit PET/CT.

Man will damit die Folgeschäden bei jungen Patienten deutlich minimieren, denn die erforderlichen Vor- und Nachuntersuchungen mit CT bzw- PET/CT sind strahlenintensiv.

In der Studie erhielten die Kinder zwei Untersuchungen mit verschiedenen MRT-Techniken: eine Untersuchung (Diffusions-MRT) zur Lokalisation von Tumorherden und eine Untersuchung (T1-gewichtet) zur genauen anatomischen Darstellung. Als Kontrastmittel nutzten die Radiologen Ferumoxytol, ein Eisen-haltiges Medikament mit sehr guten magnetischen Eigenschaften, wichtig für MRT.

Quelle: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/lymphome/article/855533/krebs-kindern-krebsdiagnostik-bald-mrt-statt-petct.html

Bundesregierung will Krebsregister einführen

Die Bundesregierung will den Kampf gegen Krebserkrankungen in Deutschland verstärken und bis Ende nächsten Jahres ein flächendeckendes Krebsregister einführen, dies teilte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in einem Gespräch mit der BILD-Zeitung mit.

Dadurch soll unter anderem auch die Qualität der Krebsbehandlungen sicher gestellt werden und auch Qualitätsvergleiche zwischen den Behandeln durchgführt werden.

Im Krebsregister sollen Daten über die Behandlung und den Verlauf von Krebserkrankungen einheitlich erfasst und dokumentiert werden.

Ebenso soll der Aufruf und die Aufklärung zu Früh-Erkennungsuntersuchungen verstärkt werden.

neue Behandlungsmöglichkeit über Aushungern ?

Forscher in den USA wollen jetzt eine sanftere Behandlungsmethode für die Bekämpfung von Lymphdrüsenkrebs gefunden haben. Diese sollen in Zukunft eventuell die stark gesundheitsgefährdenden und aggressiven Zytostatika ersetzen.

Dabei wollen sich die Forscher zu Nutze machen, das die Tumorzellen (B-Zell-Lymphome) beim Lymphdrüsenkrebs hauptsächlich über das HDL-Cholesterin (High-Densitiy Lipoprotein) ihre Energie beziehen. In einem auf Goldkügelchen aufgetragenen Cholesterin-Imitat wollen sie nun die entarteten Zellen bekämpfen bzw. die Zellen „auszuhungern“.

Das berichten die Mediziner im amerikanischen Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences.

Die etwa fünf Nanometer kleinen Goldkugeln mit einer Cholesterin-ähnlichen Oberflächenstruktur binden sich an die Andockstellen der Krebszellen. Die poröse Oberfläche des Partikels saugt dann die Cholesterinvorräte aus der Krebszelle und gleichzeitig blockiere der Goldkern eine Neuaufnahme von Cholesterin aus dem Blut. Als Folge verhungert die Krebszelle und stirbt dann ab.

Wann und ob dieses in der Therapie von Hodgkin/Non-Hodgkin-Lymphomen zugelassen wird, ist unbekannt. Erste Versuche und Ergebnisse basieren momentan nur auf den Experimenten an Tieren.

WHO-Studie prognostiziert drastischen Anstieg an Krebserkrankungen

Nach einer WHO-Studie werden für das Jahr 2030 mehr als 21 Millionen Menschen pro Jahr neu an Tumoren erkranken. Laut aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation erkranken aktuell weltweit pro Jahr 14 Millionen Menschen an Krebs. Diese Zahlen kann man dem Weltkrebsbericht 2014 entnehmen, den die WHO aktuell vorgelegt hat.

Dabei werden trotz medizinischen Fortschritt auch die Todesfälle durch Krebs von aktuell 8,2 auf 13 Millionen ansteigen. Einen großes Problem dabei bildet immer noch die Früherkennung bzw. fehlende Vorsorge gerade in Asien und den Entwicklungsländern. Mehr als 60 Prozent der Krebsfälle und 70 Prozent der Todesfälle fielen im Jahr 2012 dabei auf Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Fast die Hälfte aller 14 Millionen Neuerkrankungen im Jahr 2012 wurden in Asien diagnostiziert, vor allem in China. Auf Europa entfiel etwa ein Viertel aller Krebs-Neuerkrankungen, auf die USA ein Fünftel. Für Deutschland geht man von ca. 500.000 Neuerkrankungen mit Krebs im Jahr aus. Aktuell sterben jährlich rund 250.000 Menschen an den Folgen der Diagnose Krebs. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen (350 000 Tote) die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.

Führend in der Krebserkrankung ist Lungenkrebs. Im Jahr 2012 wurde dieser weltweit 1,8 Millionen Mal diagnostiziert. Knapp gefolgt von Brustkrebs (1,7 Millionen Erkrankungen in 2012) und Darmkrebs (1,4 Millionen). Frauen erkranken am häufigsten am Brustkrebs (32,1 %) gefolgt vom Darmkrebs (13,5 %). Männer erkranken am häufigsten an Prostatakrebs (25,7 %) gefolgt vom Darmkrebs (14, 3%).

Lungenkrebs ist dabei auch der Krebstyp mit den meisten tödlichen Ausgängen, gefolgt von Leberkrebs und Magenkrebs.

Gründe für den Anstieg der Krebserkrankungen sind das steigende Bevölkerungswachstum, die Umweltverschmutzung und der Tabak- und Alkoholkonsum.

Idelalisib – neuer Wirkstoff gegen B-Zellen

Das deutsche Ärzteblatt berichtet über Idelalisib vom Hersteller Gilead, einen neuen oralen Wirkstoff gegen B-Zellen. Dieser könnte die Therapie von Non-Hodgkin-Lymphomen und der chronisch lymphozytischen Leukämie (CLL) verbessern, die sich von B-Zellen ableiten. Zwei randomisierte Studien liefern vielversprechende Ergebnisse.

Idelalisib ist ein PI3K-Inhibitor (Phosphoinositid-3-Kinase). Bei vielen B-Zellen-Malignomen ist die Aktivität von PI3K erhöht. Sowohl die US-Arzneimittel­behörde FDA als auch bei der European Medicines Agency (EMA) rechnen mit einer Markteinführung in diesem Jahr.

In der Phase-II-Studie wurden 125 Patienten mit indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen behandelt. Bei den Patienten hatten bereits mehrere Therapien versagt, zuletzt hatte sich eine Kombination aus Rituximab und einem Alkylans als ineffektiv erwiesen. Unter diesen ungünstigen Voraussetzungen erzielte Idelalisib ein gutes Ansprechen. Bei 71 Patienten (57 Prozent) kam es zu einer Remission, die bei 7 Patienten komplett war. Die Behandlung mit Idelalisib erzielt keine Heilung, bringt aber einen Zeitgewinn von median 11 Monaten.

Die Verträglichkeit wurde als gut bezeichnet. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Neutropenie (27%), Diarrhö (13%) und Pneumonie (7%).

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57331/Idelalisib-PI3K-Inhibitor-mit-guten-Therapieergebnissen-bei-B-Zell-Tumoren

Interview mit dem niederländischen Hämatologen Anton Hagenbeek

Unter dem Link https://derstandard.at/1389857440057/Hartnaeckige-Hodgkin-Lymphome findet man ein Interview mit dem niederländischen Hämatologen Anton Hagenbeek.

Anton Hagenbeek ist Leiter der Abteilung für Hämatologie im Academic Medical Center der Universität Amsterdam. Er gilt als einer der führenden Forscher für Hodgkin-Lymphome.

Die interessantes Aussagen:
In der Transplant-BRaVe-Studie wird untersucht, inwieweit der Einsatz von Brentuximab Vedotin zusätzlich zur DHAP-Chemotherapie bei Hochrisiko-Lymphomen Sinn macht. Zum Beispiel auch nach einer Stammzellentransplantation.

In der AETHERA-Studie wird das Antikörper-Wirkstoffkonjugat als Erhaltungstherapie untersucht. Ende 2014 werden erste Ergebnisse erwartet.

Die ECHELON-Studie hat gezeigt, dass der Wirkstoff Bleomycin in der Chemotherapie in Kombination mit Brentuximab oft zu Lungenproblemen führt. Die Chemotherapie wurde modifiziert und Bleomycin weggelassen.

Dasiprotimut-T Biovest Antrag auf Marktzulassung in der EU

Biovest International, Inc. hat berichtet, dass die europäische Arzneimittelbehörde European Medicines Agency (EMA) den Antrag auf Marktzulassung für BiovaxID™ (Dasiprotimut-T Biovest) angenommen hat. Der Krebsimpfstoff ist für die Behandlung von follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom bestimmt.

Sofern zugelassen, soll der Impfstoff Patienten, die am follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt sind und eine erste vollständige Rückbildung erzielt haben, eine personalisierte Immuntherapie bieten, um nach einer Induktionstherapie das Wiederauftreten des Tumors zu verzögern oder ganz zu verhindern.

Mit den derzeit verfügbaren Therapien erzielt über die Hälfte der Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphom eine vollständige Rückbildung, jedoch tritt in vielen Fällen der Tumor wieder auf und macht eine erneute Behandlung erforderlich.

BiovaxID hat drei klinische Studien durchlaufen, die in Zusammenarbeit mit dem U.S National Cancer Institute (NCI) durchgeführt wurden. Dabei wurde die Fähigkeit von BiovaxID gezeigt, die Dauer der Krebsrückbildung nach einer Chemotherapie bei follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom zu erhöhen und Immunreaktionen auszulösen, die in hoher Korrelation mit einer Langzeit-Überlebensrate stehen.

Weitere Informationen: https://www.biovest.com

Bericht des WDR über Brentuximab / Interview mit Dr. Engert

Der WDR berichtete über den Einsatz des Antikörpers Brentuximab Vedotin und abschließendem Interview mit Dr. Engert von der GHSG.

Link:
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle_stunde/videocheckupneueskrebsmedikament102_size-L.html?autostart=true#banner

frühe Transplantationen bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphome sinnvoll?

Die meisten Patienten mit mit aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) können heute mit einer Chemotherapie im R-CHOP-Schema gut behandelt werden und haben gute Prognosen.

Bei einigen Hochrisiko-Patienten mit einem hohen Rezidiv-Risiko wird nun in Forschungsstudien geprüft, ob eine frühe autologe Stammzelltransplantation im Anschluss an die Primärtherapie sinnvoll ist.

Während die Studie der Deutschen Studiengruppe für hochmaligne NHL (DSHNHL) bisher keine Vorteile für die Transplantation fand, zeigte nun eine nordamerikanische Studiengruppe ihre Auswertungsdaten einer Studie ab dem Jahr 1999 bin 370 Patienten.

Von den 370 Risiko-Patienten mit aggressiven NHL innerhalb der Studie hatten 253 nach der Behandlung mit R-CHOP / Rituximab (seit 2003) mindestens eine partielle Remission. In einer Randomisierung erfolgte eine Weiterbehandlung mit R-CHOP (3 weitere Zyklen) oder ein Zyklus und danach eine Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation.

In der Auswertung zeigten Patienten mit hohem Risiko einen signifikanten Nutzen der Transplantation. Nach zwei Jahren lebten noch 82 % mit Transplantation, ohne Transplantation nur 64 %.

Prof. Dr. med. Norbert Schmitz (Leiter der DSHNHL) bezweifelt den Nutzen: Nur 150 Patienten hätten die heutige Standardbehandlung mit Rituximab erhalten. Damit habe die Studie nicht annähernd die erforderliche statistische Aussagekraft.

Quelle:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/152696/Aggressive-Non-Hodgkin-Lymphome-Fruehe-Transplantation-bei-Hochrisikopatienten

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