JULIET Studie zu CAR-T beim DLBCL Lymphom

Eine der größten Hype-Karten für die Zukunft bei der Behandlung von Lymphomen sind die CAR-T-Behandlungen (CTL019, Kymriah). CAR-T sind genetisch modifizierten T-Zellen mit chimärem Antigenrezeptor (CAR).

In der JULIET-Studie wurde die Behandlung beim diffus großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) untersucht und auf der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2017 in Madrid präsentiert. Weiterlesen

Prof. Dr. med. Michael Herold: Fortschritte in der Behandlung des follikulären Lymphoms

Prof. Dr. med. Michael Herold vom HELIOS Klinikum Erfurt erklärt die akutellen Fortschritte bei der Behandlung von Follikulären-Lymphomen.


(c) Patient Power on Vimeo

Ibrutinib schwächt chronische Graft versus Host-Erkrankung (GvHD)

Eine der häufigsten Nebenwirkungen einer Stammzellen-Transplantation mit fremden Zellen (allogene SZT) ist die Graft-vs. Host Erkrankung (GvHD). Dies ist eine Abstoßungsreaktion der neuen Stammzellen. Der Tyrosinkinasehemmer Ibrutinib darf in den USA jetzt auch zur Behandlung der chronischen GvHD nach einer Stammzellentransplantion eingesetzt werden.

Die chronische GvHD basiert auf einer Aggression von B-Zellen gegen den Körper des Empfängers. In einer Studie wurde jetzt beobachtet, das Ibrutinib diese abschwächen kann. Die chronische GvHD tritt bei ca. 50% aller allogen transplantierten Patienten auf, bei 25% davon kommt es zu einem Todesfall. Weiterlesen

NFAT2 Protein kann CLL bremsen und Prognose verbessern

Oberarzt Dr. Martin Müller vom Tübinger Universitätsklinikum konnte mit seiner Arbeitsgruppe das Protein NFAT2, welches in gesunden Zellen an der Regulation der Immunantwort beteiligt ist, als einen entscheidenden Faktor für den Verlauf der Chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL) identifizieren. Dies wurde an einem Mausmodell und an menschlichen Zellproben entdeckt. Das Ausschalten des Proteins NFAT2 führte zu einem beschleunigten aggressiven Krankheitsverlauf, bei einer großen Menge des Proteins NFAT2 zeigte sich ein langsamerer Verlauf der Krankheit. Beim Richter-Syndrom, dem Wandel von einem niedrigmalignen CLL ein hochmalignes,kommt die Produktion von NFAT2 fast zum Erliegen.

Man hofft diese Erkenntnis in Zukunft auch therapeutisch nutzen zu können und somit die Prognose von Patienten mit einer CLL verbessern zu können. Weiterlesen

Roche erhält EU-Zulassung für Gazyva/Gazyvaro für Erstbehandlung eines follikulären Lymphoms (FL)

Roche hat die Zulassung für Gazyva/Gazyvaro für zuvor unbehandelte Patienten mit einem follikulären Lymphom. Gazyvaro könne künftig in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt werden, gefolgt von Gazyva ohne Chemotherapie bei Patienten mit Lymphdrüsenkrebs (follikuläres Lymphom), die zuvor nicht behandelt worden sind. In den USA wird das Mittel derzeit in dieser Indikation ebenfalls beschleunigt für eine Zulassung geprüft (Priority Review).

Die Zulassung für Gazyva/Gazyvaro basiert auf den Daten der GALLIUM-Studie getroffen.

über Gazyva / Gazyvaro (Obinutuzumab)

Spätrezidive beim Hodgkin-Lymphom

Wie bei allen Tumoren können auch beim Hodgkin Lymphom Spätrezidive auftreten. Als Spätrezidive bezeichnet man Rezidive die 5 Jahre oder später nach der Ersterkrankung des Hodgkin Lymphoms auftreten. Über die Prognosen und Möglichkeiten der Behandlung befassten sich Ärzte und Wissenschaftler der Deutschen Hodgkin-Studiengruppe (GHSG). Für die Bewertung wurden die Daten von 6.480 Patienten der Studien HD7 bis HD12 ausgewertet. Von dieses Patienten gab es nach median 10,3 Jahren Nachbeobachtungszeit 141 Spätrezidive, davon bei 45 Patienten erst ein Spätrezidiv nach mehr als 10 Jahren.

Nach Analyse der folgenden Behandlung war 10-Jahres-Überleben nach Erstdiagnose nach Spätrezidiven schlechter als ohne Rezidiv (95,8 vs. 86,1%) im Vergleich zu 466 Patienten mit Frührezidiven jedoch besser.

Quelle: Bröckelmann PJ et al. Late Relapse of Classical, Hodgkin Lymphoma: An Analysis of the German
Hodgkin Study Group HD7 to HD12 Trials. J ClinOncol. 2017;35(13):1444-50.

neuer Antikörper MEN1309 für DLBCL in Studienerprobung

Menarini Ricerche (Menarini Group) und Oxford BioTherapeutics (OBT) starten eine Phase-1-Studie zum vollständig humanisierte monoklonalen IgG1-Antikörper MEN1309. Innerhalb der Studie wird er unter anderem beim diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), eine Form des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL), erprobt.

Sofern erste Daten aus der Studie verfügbar sind werden wir darüber berichten.

WELT LYMPHOM TAG am FREITAG, 15. September 2017

Dran denken: Am Freitag, 15.09.2017, ist wieder Welt Lymphom Tag und es ist wieder Zeit, denen zu Gedenken, die diese Schicksalsdiagnose nicht überlebt haben und mit denen glücklich zu sein, die den Kampf gegen den Krebs überlebt haben.

Viele hat es verändert, der Tag als die Diagnose „Lymphdrüsenkrebs“ in das Leben kam, es kamen Ängste vor dem Tod und oft auch Tränen, vor dem was kommt.

Das Leben ist oft viel zu kurz für die großen Momente, der Krebs kam schon in unser Leben – macht am Freitag was schönes – für euch und mit euren Freunden und Familien.

Das was war, ist ein Teil unserer Vergangenheit, das was in der Zukunft passiert wissen wir nicht. Drum nutzt den Freitag für euch – ihr lebt – und seit darüber glücklich mit euren Freunden und Familien.

Kymriah (Tisagenlecleucel, CTL019) vor Markteinführung

Novartis steht kurz vor der Markeinführung von Kymriah (Tisagenlecleucel, CTL019) für Lymphome.

Der Einsatz zur Behandlung von B-Zell-akuter lymphatischer Leukämie (ALL) innerhalb der ELIANA-Studie erreichte Remissionsraten von über 80%.

Kymriah bzw. die sogenannten CAR-T-Therapien basieren auf der Genmanipulation von körpereigenen T-Zellen und der Neuprogrammierung auf die entsprechende Tumorart und so gezielt die Tumorzellen angreifen können. Die Zelltherapie bekam 2014 den Status „Therapiedurchbruch“ und im beschleunigten Zulassungsverfahren erfolgt im Sommer 2017 die Zulassung für ALL.

Der Preis für die Behandlung mit Kymriah liegt bei knapp 500.000 Euro.

Novartis will in den USA und der EU die Zulassung der Therapie für weitere Krebsarten beantragen, so etwa für DLBCL (diffuses, grosszelliges B-Cell-Lymphom) bis Ende des Jahres.

Astellas warnt per Rote-Hand-Brief vor erhöhter Mortalität bei Bendamustin

Astellas warnt aktuell in einem Rote-Hand-Brief vor einer erhöhten Mortalität, die beim Einsatz von Bendamustin beobachtet wurde. Bendamustin ist ein häufig verwendetes Zytostatikum bei der Behandlung von Non-Hodgkin-Lymphomen.

Bei den beobachten Fällen sei aber Bendamustin in nicht zugelassenen Kombinationen oder außerhalb der zugelassenen Indikation eingesetzt worden. Beobachtet wurden Infektionen und einige tödliche kardiale, neurologische und respiratorische Toxizitäten.

Quellen:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/08/30/erhoehte-mortalitaet-unter-bendamustin

https://www.hpra.ie/docs/default-source/default-document-library/important-safety-information—levact-(bendamustine)3605082697826eee9b55ff00008c97d0.pdf?sfvrsn=0

Mehr laden