Für Erwachsene mit rezidiviertem oder refraktärem Non-Hodgkin-Lymphom läuft derzeit eine klinische Studie mit dem Prüfpräparat MK-1045. Untersucht wird das Medikament allein oder in Kombination mit Tocilizumab. Nach Angaben der Studienplattform sollen Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit der Behandlung überprüft werden.
Für mehrfach vorbehandelte Betroffene
Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten, deren Erkrankung nach mindestens zwei vorherigen systemischen Therapien zurückgekehrt ist oder nicht mehr ausreichend auf die Behandlung anspricht. Eingeschlossen werden laut Beschreibung vor allem Menschen mit follikulärem Lymphom (FL) oder diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL). Bei DLBCL gelten zusätzliche Anforderungen: Die Erkrankung muss nach Stammzelltransplantation oder CAR-T-Zelltherapie fortgeschritten sein oder diese Verfahren kommen für die betroffene Person nicht infrage.
MK-1045 wird je nach Studienarm intravenös oder subkutan verabreicht. Die Wirksamkeit soll unter anderem über die objektive Ansprechrate nach den Lugano-Kriterien bewertet werden. Begleitend sind regelmäßige Blutuntersuchungen, Bildgebung und Sicherheitskontrollen vorgesehen. Dokumentiert werden außerdem pharmakokinetische Werte sowie die Dauer des Ansprechens.
Studienzentren auch in Deutschland
Auf klinischestudien.de werden verifizierte Studienzentren unter anderem in München, Mailand und Madrid genannt. Für Deutschland sind mehrere Studienzentren aufgeführt. Wie bei frühen Studien mit neuen Wirkstoffen gilt: Die genauen Ein- und Ausschlusskriterien sowie der individuelle Nutzen und mögliche Risiken sollten vor einer Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Team oder direkt mit einem Studienzentrum besprochen werden.

