Epkinly (Epcoritamab) – Rückschläge in der Studie

Genmab erlebt aktuell ein Rückschlag infolge der Studiendaten zum bispezifischen Antikörper Epkinly® (Epcoritamab), nachdem laut einem am 01.09.2026 veröffentlichten Bericht der Spätphasenversuch in diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom nicht den erhofften Erfolg brachte.

In den konkreten Studiendetails betrifft der Rückschlag die globale Phase-3-Bestätigungsstudie EPCORE DLBCL-1. Genmab und der Partner AbbVie haben in dieser Studie die Wirkung der Epcoritamab-Monotherapie (Epkinly) direkt mit einer Standard-Chemo-Immuntherapie (wie R-GemOx oder BR) bei Patientinnen und Patienten mit rückfälligem oder therapieresistentem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) verglichen.

Das verfehlte Hauptziel betifft das Gesamtüberleben (Overall Survival / OS). Für die US-Zulassung war das Gesamtüberleben (Overall Survival) das einzige primäre Studienziel. Hier konnte Epcoritamab keinen statistisch signifikanten Vorteil gegenüber der herkömmlichen Chemo-Immuntherapie zeigen (Hazard Ratio HR 0,96). Das Überleben der Patienten in der Epcoritamab-Gruppe unterschied sich im Beobachtungszeitraum kaum von der Vergleichsgruppe.

Trotz des verfehlten Hauptziels zeigte die Studie auch positive Ergebnisse:

Progressionsfreies Überleben (PFS): Epcoritamab reduzierte das Risiko für das Fortschreiten der Erkrankung oder den Tod im Vergleich zur Chemotherapie um 26 %.

Ansprechrate (Complete Response): 38 % der Patienten unter Epcoritamab erreichten eine vollständige Remission (Komplettansprechen) im Vergleich zu 26 % in der Chemotherapie-Gruppe.