Epcoritamab zu Lenalidomid / Rituximab verbessert die Prognose beim follikulären Lymphom

Epcoritamab zusätzlich zu Lenalidomid / Rituximab (R2) verbessert das Ansprechen und verlängert das progressionsfreie Überleben. Dies geht aus neusten Ergebnissen der Phase-III-Studie EPCORE FL-1 hervor. Somit könnte Epcoritamab in Kombination mit Lenalidomid / Rituximab ein neuer Standard in der Zweitlinientherapie des rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphoms (r/r FL) werden.

Innerhalb der Studie wurden 668 Patienten randomisiert 12 Zyklen Epcoritamab plus R2 (n = 243) oder 12 Zyklen R2 (n = 245) alleine erhalten.

Die Ansprechrate (ORR) betrug mit Epcoritamab plus R2 95 %, mit R2 79 %. 83 % der Patienten mit Epcoritamab und 50 % der mit R2-Patienten erreichten ein Komplettansprechen.

Die geschätzte 16-Monats-PFS-Rate betrug mit Epcoritamab plus R2 85,5 %, mit R2 40,2 %.

Die höhere Wirksamkeit der Dreifachkombination ging aber mit mehr Toxizität einher. Unerwünschte Ereignisse vom Grad ≥ 3 traten bei 90 % der mit Epcoritamab plus R2 und bei 68 % der mit R2-Patienten auf. Die häugigsten waren Neutropenie (69 vs. 42 %), Thrombozytopenie (9 vs. 6 %) und Infektionen (33 vs. 15 %).

Quelle: Falchi L et al. Epcoritamab, lenalidomide, and rituximab versus lenalidomide and rituximab for relapsed or refractory follicular lymphoma (EPCORE FL-1): a global, open-label, randomised, phase 3 trial. Lancet. 2026;407:161-173