GLPG5101 bekommt Breakthrough-Status von der FDA

Galapagos NV gab bekannt, dass die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) GLPG5101, einen Anti-CD19/4-1BB-CAR-T-Produktkandidaten der zweiten Generation zur Behandlung von rezidiviertem/refraktärem Mantelzell-Lymphom (R/R MCL), den RMAT-Status gewährt hat.

Den RMAT-Status bekommen, welche das Potenzial haben, eine schwere oder lebensbedrohliche Erkrankung zu behandeln, zu modifizieren, umzukehren oder zu heilen.

Diese Daten der Zulassungsstudie ATALANTA-1 zeigen sowohl hohe objektive als auch hohe vollständige Ansprechraten bei einem vertretbaren Sicherheitsprofil, einschließlich niedriger Raten des hochgradigen Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS) und des immuneffektorzellassoziierten Neurotoxizitätssyndroms (ICANS) sowie niedriger Abbruchraten.

GLPG5101 ist ein Anti-CD 19/4-1BB-CAR der zweiten Generation, der als einmalige intravenöse Fixdosis verabreicht wird.

(Kein Titel)

Der gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) startete am 01.08.2025 die Nutzenbewertung nach § 35a SGB V zum Wirkstoff Odronextamab (follikuläres Lymphom, nach ≥ 2 Vortherapien).

Die Veröffentlichung der Nutzenbewertung und Beginn des schriftlichen Stellungnahmeverfahrens wird im November 2025 erwartet, die endgültige Beschlussfassung Ende Januar 2026.

Der Stand vom Verfahren kann hier eingesehen werden:
https://www.g-ba.de/bewertungsverfahren/nutzenbewertung/1249/#zugehoerige-verfahren

ALPHA3-Studie zu Cemacabtagene Ansegedleucel

Allogene Therapeutics, Inc. hat bekanntgegeben, dass im Rahmen der ALPHA3-Studie zur Evaluierung von Cemacabtagene Ansegedleucel (cema-cel) in der Erstlinien-Konsolidierung für das großzellige B-Zell-Lymphom (LBCL) der Studienarm, der FC in Kombination mit ALLO-647 – einem Anti-CD52 monoklonalen Antikörper (FCA) – prüft, für weitere Einschreibungen wurde.

Die Einführung des Standard-FC-Regimes im ALPHA3-Trial stellt eine bedeutende strategische Neuausrichtung von Allogene dar.

Infolgedessen werden in keinem der aktuell zur Einschreibung offenen Studienarme oder Pipeline-Programme ALLO-647 eingesetzt.

neue Studie zu DNase I in Kombination mit CAR-T-Therapie

Im Rahmen einer neue Studie soll DNase I in Kombination mit Anti-CD19-CAR-T-Zellen bei Patienten mit großzelligem B-Zell-Lymphom untersucht werden. Die klinische Studie wird am Tel-Aviv Sourasky Medical Center unter der Leitung von Dr. Ron Ram durchgeführt.

Primäres Ziel der Studie ist die Bewertung der Sicherheit und Verträglichkeit von DNase I. Zu den sekundären Zielen zählen die Messung der vollständigen Ansprechrate, der Ansprechdauer und des Gesamtüberlebens.

Präklinischen Studien zeigen, dass die gleichzeitige Verabreichung von DNase I mit Anti-CD19-CAR-T-Zellen die Tumorlast signifikant reduziert, einen Tumorrezidiv verzögert und das Überleben im Vergleich zur Monotherapie mit Anti-CD19-CAR-T-Zellen erheblich verlängert.

weniger Toxität bei Fruchtbarkeitserhalt unter BrECADD

Die HD21-Studie unter Leitung der Deutschen Hodgkin Studiengruppe (GHSG) der Uniklinik Köln zeigt, dass die Chemotherapie BrECADD die Fruchtbarkeit deutlich besser schont als der bisherige Standard eBEACOPP – ohne dabei die Heilungschancen zu verschlechtern.

Innerhalb der Studie erhielten die Patienten randomisiert entweder BrECADD oder eBEACOPP. Es erfolgte eine Auswertung 3 Jahre nach Abschluss der Behandlung. In der BrECADD-Gruppe hatten 95% der Frauen und 86% der Männer wieder normale Hormonwerte – im Vergleich zu 73% bzw. 40% in der eBEACOPP-Gruppe. Es wurden nach BrECADD mehr Schwangerschaften und Geburten dokumentiert. In der STudie HD21 sind mittlerweile Daten von 1.500 Patienten dokumentiert.

Die Ergebnisse wurden unter dem Titel „ Fertility in patients with advanced-stage classic Hodgkin lymphoma treated withBrECADD versus eBEACOPP: a secondary analysis of the multicentre, randomised, parallel, open-label, phase 3 HD21 Trial“ im Fachjournal „The Lancet Oncology“ veröffentlicht.

Originalpublikation: https://www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(25)00262-1/fulltext

UKE sucht Teilnehmer für eine Studie „Verbesserung der Unterstützung von Angehörigen“

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sucht Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine Studie zum Thema „Verbesserung der Unterstützung von Angehörigen“.

Die Teilnahme beinhaltet die Beantwortung von Fragebögen. Bei Interesse kann man sich an die E-Mail-Adresse m.breuling@uke.de (Frau Breuling / UKE) oder die E-Mail-Adresse der Studienzentrale ucch-angehoerige@uke.de wenden.

Weiter Informationen finden Sie unter: https://www.uke.de/kliniken-institute/zentren/universitäres-cancer-center-hamburg-(ucch)/behandlungsangebot/therapiebegleitende-angebote/angehörigenstudie.html

Aldeyra erhält FDA-Sonderprotokollbewertung für ADX-2191 zur Behandlung von PVRL

Aldeyra Therapeutics, Inc hat für ADX-2191 von der amerikanischen FDA eine Sonderprotokollbewertung erhalten, für die intraokulare Injektion zur Behandlung des primären vitreoretinalen Lymphoms (PVRL). ADX-2191 wäre die erste Behandlungstheapieform für PVRL.

PVRL ist eine seltene und potenziell tödliche Netzhautkrebserkrankung, die jährlich bei etwa 300 bis 600 US-Patienten diagnostiziert wird, mit einer medianen Überlebenszeit von weniger als fünf Jahren. Derzeit gibt es keine von der FDA zugelassenen Behandlungen für diese Erkrankung.

Innerhalb der Studie werden 20 Patienten beobachtet, die randomisiert entweder eine einzelne intraokulare Injektion oder acht intraokulare Injektionen von ADX-2191 erhalten. Die Studie läuft bis Ende 2026.

Versagen von CAR-T bei B-NHL und neue Studie

Trotz dem guten Ansprechen der Patienten auf die CAR-T-Therapie gibt es viele, die danach keine dauerhafte Remission halten können. Circa 60% der mit Anti-CD19-CAR-T-Zellen behandelten Patienten mit einem aggressiven B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom (B-NHL) zeigen einen Rückfall nach der CAR-T-Therapie. Ursachen sieht man unter anderem in einer CD19-Downregulation oder -Mutation, die Expansion regulatorischer CAR-T-Zellen (CAR-Treg-Zellen) und eine suppressive Lymphom-Tumormikroumgebung (TME).

Mit dem Problem der TME beschäftigt sich jetzt eine Gruppe um Dr. David Stahl (Universität Köln). Dort fand man heraus, dass einige Patienten vor der CAR-T-Therapie mit einer bestimmten Zellpopulation signifikant angereichert waren. Diese, als LAMM-Zellen (Lymphom-assoziierte myeloid-monozytäre Zellen) bezeichneten Zellen, exprimierten den koloniestimulierenden Faktor-1-Rezeptor (CSF1R) sowie die Oberflächenmarker CD14 und CD68 (CSF1R+CD14+CD68+).

Die LAMM-Zellen waren in der Lage die Proliferation und Zytotoxizität von Anti-CD19 CAR-T-Zellen zu unterdrücken. Das Ziel der Studie ist es den CSF1R-Signalweg der Zellen zu hemmen.

CSF1R-Inhibitoren (Pexidartinib) sind bereits für andere Indikationen in den USA zugelassen und sollen jetzt in einer Studie bei Patienten mit einem reziudivierten B-NHL und einer anstehenden Kombinationstherapie mit Anti-CD19 CAR-T-Zellen und CSF1R-Inhibition weiter untersucht werden.

Quelle: DOI: 10.1016/j.ccell.2025.05.013

neue Daten aus der Zulassungsstudie zu ZYNLONTA beim follikulärem Lymphom

ADC Therapeutics gab neue Ergebnisse der klinischen Phase-II-Studie zur Bewertung von ZYNLONTA® in Kombination mit Rituximab bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem follikulärem Lymphom (FL) bekannt. Zum Stichtag am 26. November 2023 waren 33 von 39 angestrebten Patienten in die Studie aufgenommen. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 68 Jahren (Spanne 47 bis 89) und der Median der vorangegangenen Therapielinien bei 1 (Spanne 1-6). R-CHOP war die häufigste Erstlinientherapie (n=18; 54,5 %), gefolgt von Bendamustin mit Rituximab (n=8; 24,2 %) und Rituximab als Monotherapie (n=6; 18,2 %).

Die Gesamtansprechrate liegt aktuell bei 96%, wobei 85% ein vollständiges Anprechen (CR) auf die Therapie zeigten. Das progressionsfreie Gesamtüberleben (PFS) betrug nach 12 Monaten 92,3 %.

Beobachte Nebenwirken waren Neutropenie, Hyperglykämie, erhöhter ALT, Müdigkeit, Dyspnoe und Hautinfektion.

Geplant ist nun eine multizentrische klinische Studie mit dem Ziel, die aktuelle Kohorte zu erweitern und die Dauer der Therapie auf sechs Zyklen zu verkürzen. Die Studie wird voraussichtlich im ersten Quartal 2024 anlaufen.

ZYNLONTA® ist ein CD19-gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (AWK).

schwedische Studie zum Langzeitüberleben beim Mantelzelllymphom (MZL)

Ein Schweden wurde eine Studie durchgeführt, welche das Langezeitüberleben beim Mantelzelllymphom beobachtete. Innerhalb der Studie 1.452 Personen ab 18 Jahren mit einem Mantelzelllymphom, die in den Jahren 2000 bis 2017 in Schweden diagnostiziert worden waren. Mindestens zwölf Monate lang mussten die Patienten nach der Diagnose des Mantelzellymphoms beobachtet worden sein, um Aufnahme in die Studie zu finden. Im Durchschnitt betrug die Beobachtungszeit rund sechseinhalb Jahre.

16% der Patienten mit Mantelzellymphom entwickelten in der Beobachtungszeit eine zweite Krebserkrankung, manche gleich mehrfach. Am häufigsten traten Hautkrebs und andere Krebserkrankungen des Blut- oder Lymphsystems auf. Ein erhöhtes Risiko hatten vorrangig Patienten mit einem höheren Lebensalter .

Quelle:
Abalo KD et al. Secondary malignancies among mantle cell lymphoma patients. European Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 28. Oktober 2023; https://doi.org/10.1016/j.ejca.2023.113403

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