Ein rezidiviertes oder refraktäres Mantelzell-Lymphom hat eine schlechte Prognose, wenn bereits vorherige Therapien fehlgeschlagen sind oder man bereits mit Inhibitoren der Bruton-Tyrosinkinase (BTK) behandelt wurde. Hoffnung kann eventuell zukünftig Glofitamab geben.
Der bispezifische CD3xCD20-Antikörper Glofitamab ist bislang zugelassen zur Therapie des rezidivierten oder refraktären diffus-großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL).
Beim vorbehandelten Mantelzell-Lymphom hat Glofitamab in einer Phase-1/2-Studie nach Gabe von Obinutuzumab hohe Ansprechraten bei guter Verträglichkeit gezeigt. Die 61 eingeschlossenen Patient:innen in der Studie waren alle vorbehandelt und wiesen alle Hochrisiko-Merkmale wie einen Ki-67-Proliferationsindex von ≥ 30 %, eine blastoide oder pleomorphe Histologie oder TP53-Mutationen auf.
Innerhalb der STudie erhielten 12 Zyklen Glofitamab in einem Abstand von 3 Wochen. Zur Minderung des Risikos für ein Zytokin-Freisetzungssyndrom wurde zu Beginn eine Dosis Obinutuzumab (1.000 oder 2.000 mg) gegeben.
Die Gesamtansprechrate bei 82 % mit 77 % Komplettremissionen. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 18 Monate, beim Gesamtüberleben ist der Medianwert noch nicht erreicht. Die mediane Dauer der Komplettremissionen lag bei 40,8 Monaten.
Bei den 34 Patient:innen, die zuvor bereits BTK-Inhibitoren erhalten hatten und darunter progredient gewesen waren, waren Ansprech- und Komplettremissionsrate mit 73,5 % bzw. 70,6 % nicht wesentlich niedriger. Die Dauer der kompletten Remissionen betrug fin dieser Gruppe 15,4 Monate, das progressionsfreie Überleben 11,3 Monate und das Gesamtüberleben median 29,9 Monate.
Quelle: Karimi YH. EHA 2026; Vortrag S232

