Trotz dem guten Ansprechen der Patienten auf die CAR-T-Therapie gibt es viele, die danach keine dauerhafte Remission halten können. Circa 60% der mit Anti-CD19-CAR-T-Zellen behandelten Patienten mit einem aggressiven B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom (B-NHL) zeigen einen Rückfall nach der CAR-T-Therapie. Ursachen sieht man unter anderem in einer CD19-Downregulation oder -Mutation, die Expansion regulatorischer CAR-T-Zellen (CAR-Treg-Zellen) und eine suppressive Lymphom-Tumormikroumgebung (TME).
Mit dem Problem der TME beschäftigt sich jetzt eine Gruppe um Dr. David Stahl (Universität Köln). Dort fand man heraus, dass einige Patienten vor der CAR-T-Therapie mit einer bestimmten Zellpopulation signifikant angereichert waren. Diese, als LAMM-Zellen (Lymphom-assoziierte myeloid-monozytäre Zellen) bezeichneten Zellen, exprimierten den koloniestimulierenden Faktor-1-Rezeptor (CSF1R) sowie die Oberflächenmarker CD14 und CD68 (CSF1R+CD14+CD68+).
Die LAMM-Zellen waren in der Lage die Proliferation und Zytotoxizität von Anti-CD19 CAR-T-Zellen zu unterdrücken. Das Ziel der Studie ist es den CSF1R-Signalweg der Zellen zu hemmen.
CSF1R-Inhibitoren (Pexidartinib) sind bereits für andere Indikationen in den USA zugelassen und sollen jetzt in einer Studie bei Patienten mit einem reziudivierten B-NHL und einer anstehenden Kombinationstherapie mit Anti-CD19 CAR-T-Zellen und CSF1R-Inhibition weiter untersucht werden.
Quelle: DOI: 10.1016/j.ccell.2025.05.013

