Kinderwunsch nach Morbus Hodgkin

Ich habe die Diagnose Morbus Hodgkin. Was nun ? Was passiert mit mir? Wie soll ich mich jetzt verhalten ?
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maikom
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Kinderwunsch nach Morbus Hodgkin

Beitrag von maikom » Fr 18. Apr 2014, 06:54

Bei der Behandlung von Morbus Hodgkin kommen mit der Chemotherapie und Bestrahlung Behandlungsformen zum Einsatz, die im Körper ihre Spuren hinterlassen. Die Zytostatika und die Strahlen greifen auch gesunde Zellen an. Dazu gehören auch die Zellen und Organe die zur menschlichen Fortpflanzung gehören.

Es gibt zwar eine Vielzahl von Fällen die nach der Behandlung von Morbus Hodgkin noch ihrem Kinderwunsch nachgehen konnten, eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Im ungünstigsten Fall kann es dann sein, dass Sie nach der Krebs-Therapie auf natürlichem Wege keine Kinder mehr bekommen beziehungsweise zeugen können. Aus diesem Grund sollten Sie vor Beginn der Therapie sich selbst die Frage nach der Familienplanung stellen und entsprechend mögliche Maßnahmen zur Sicherung der Fortpflanzung ergreifen.

Die Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, sind für Männer und Frauen sehr unterschiedlich. Frauen können befruchtete oder unbefruchtete Eizellen sowie Eierstockgewebe einfrieren lassen. Männer hingegen können Spermien einfrieren lassen. Leider sind diese Erhaltungsmaßnahmen sehr kostenintensiv und werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Kosten bei Männern liegen um die 1.000 Euro, bei Frauen zwischen 3.000 und 5.000 Euro.

Weitere Informationen zum Thema Schutz der Fertilität und dem späteren Kinderwunsch unter http://fertiprotekt.de

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