Dez 15

Langzeitbeobachtung von Ibrutinib beim Mantelzell-Lymphom (MCL)

Auf 59. ASH wurden aktuelle Langzeitergebnisse von Ibrutinib aus der konsolidierenden Studien präsentiert. Insgesamt wurden die Daten von 370 Patienten ausgewertet, die in den Studien SPARK (120 Patienten), RAY (139 Patienten) und PCYC-1104 (111 Patienten) mit Ibrutinib behandelt wurden. Die Patienten der SPARK-Studie erhielten zu Ibrutinib auch Rituximab und Bortezomib, Patienten in RAY-Studie nur Rituximab.

Ingesamt erreichten 26,5% eine vollständige Remission (CR), nach 2 bzw. 3 Jahren waren 36% bzw. 26% der Patienten progressionsfrei. Das mediane progressionsfreie Überleben lag bei 13 Monaten, bei Patienten eine die komplette Remission erreichten ab 46,2 Monaten. Nach 2 Jahren waren noch 53% der Patienten am Leben, nach 3 Jahren 45% und nach 5 Jahren noch 37% der Patienten. Das mediane Gesamtüberleben lag bei 26,7 Monaten.

Quelle: Rule S et al. (Abstract 151): Median 3.5-Year Follow-up of Ibrutinib Treatment in Patients with Relapsed/Refractory Mantle Cell Lymphoma: A Pooled Analysis

Dez 14

Ergebnisse der Phase 3-Studie MAVORIC bei kutanen T-Zell-Lymphom (CTCL)

MAVORIC ist eine Phase 3-Studie für Patienten mit einem zuvor behandeltem kutanen T-Zell-Lymphom (CTCL) – Mycosis fungoides (MF) und Sézary-Syndrom (SS). Innerhalb der Studie wird der Einsatz des Anti-CCR4 monoklonalen Antikörper Mogamulizumab geprüft.

Die Studie wurde in den USA, Europa, Japan und Australien durchgeführt und schloss 372 Patienten ein. Innerhalb der Studie erhielten die Patienten entweder Mogamulizumab oder Vorinostat im Vergleichsarm. Die Patienten wiesen in der Gruppe Mogamulizumab ein progressionsfreies Überleben von 7,7 Monaten auf im Gegensatz zu 3,1 Monaten im Vergleichsarm. Die allgemeine Ansprechbare lag bei 28% bei Mogamulizumab und 4,8% im Vergleichsarm.

Die beobachten Nebenwirkungen in der Gruppe mit Mogamulizumab waren Hautausschlag (23,9%), Durchfall (23,4%), Übelkeit (15,2%), Thrombozytopenie (11,4%), Dysgeusie (3,3%), und erhöhtes Kreatinin im Blut (3,3%).

Dez 14

neuer Antikörper ADCT-301 für Hodgkin Lymphom

ADC Therapeutics (ADCT), ein onkologisches Biotech-Unternehmen, präsentierte auf der ASH-Jahrestagung mit ADCT-301 (Cami-T) einen neuen monoklonalen Antikörper für das Hodgkin Lymphom.

In einer frühen Phase-1-Studie zeigte der Antikörper eine Gesamtansprechrate (ORR) von 77% beim Hodgkin-Lymphom (HL), einschließlich einer kompletten Remission von 44%. Ebenso zeigte der Antikörper ein Ansprechen bei T-Zell-Lymphomen (ORR: 33 %) und anderen B-Zell-Lymphomen (ORR: 19 %).

Das mittlere Alter der Patienten innerhalb der Studie betrug 53 Jahre.

Die häufigsten therapiebedingten Nebenwirkungen waren Müdigkeit (30 %), Ausschlag (26 %), erhöhte Gamma-Glutamyltransferase (22 %) und Fieber (21 %).

Quelle: https://www.onvista.de/news/adc-therapeutics-gibt-zwischenergebnisse-aus-phase-i-studie-zu-neuartigem-antikoerper-wirkstoff-konjugat-adct-301-bekannt-82243163

Dez 14

erste Studienergebnisse zu ADCT-402 (Lonca-T) beim DLBCL

Auf der 59. ASH-Jahrestagung präsentierte ADC Therapeutics erste Daten zu zwei Phase 1-Studien zu ihrem Antikörper ADCT-402 (Lonca-T).

Innerhalb der Studie mit 138 Patienten zeigte der Antikörper eine Gesamtansprechrate (ORR) beim Patienten mit einem rezidivierten oder refräktären DLBCL von 60 Prozent bei einer Dosis von 120 µg/kg. 35% erreichten eine komplette Remission, 25% eine partielle Remission. Das mediane Ansprechen auf die Therapie lag bisher bei 5 Monaten.

Das mittlere Alter der Patienten innerhalb der Studie lag bei 64 Jahren.

Die häufigsten beobachten Nebenwirkungen waren Müdigkeit (44 %), Übelkeit (28 %), erhöhte Gamma-Glutamyltransferase (27 %), Anämie (25 %) und periphere Ödeme (25%).

ADCT-402 ist ein CD19-Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC). CD19 ist ein klinisch validiertes Ziel zur Behandlung von B-Zell-Malignomen.

Quelle: http://www.businesswire.com/news/home/20171211005472/de/

Dez 14

Ergebnisse aus der L-MIND-Studie beim DLBCL

Auf der 59. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) wurden neuste Studienergebnisse aus der Phase 2-Studie L-MIND präsentiert. L-MIND ist eine Studie mit dem CD19-Antikörper MOR208 von Morphosys in Verbindung mit Lenalidomid bei Patienten mit wiederkehrendem bzw. therapieresistentem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL).

An der Studie nahmen 51 Patienten bisher teil – für Auswertung innerhalb der Studie liegen Daten von 44 Patienten vor. Das durchschnittliche Alter der Patienten lag bei 74 Jahren. 52% – also 23 Patienten – zeigten ein Ansprechen auf die Therapie, davon erreichten 14 Patienten (32%) eine komplette Remission. Das durchschnittliche progressionsfreie Überleben innerhalb der Studie betrug 11,3 Monate.

Beobachte Nebenwirkungen waren Neutropenien (35%), Thrombozytopenien (10%), Leukopenien (8%), Lungenentzündung (10%) und Hypokaliämie berichtet (8%). Bei 45% der Patienten musste die verabreichte Lenalidomid-Dosis reduziert werden, ausgehend von einer Anfangsdosis von 25 mg täglich.

Auf der Basis der L-MIND-Studie bekam MOR208 den Breakthrough-Status in Kombination mit Lenalidomid.

Quelle: https://www.journalonko.de/news/anzeigen/11345

Nov 03

Calquence (Acalabrutinib) mit FDA-Zulassung für das Mantelzell-Lymphom

Nur kurz nach der Anerkennung des „Breakthrough“-Status hat die amerikanische Zulassungsbehörde die Zulassung für Calquence (Acalabrutinib) für Patienten mit Mantelzell-Lymphom (MCL) erteilt. Die Zulassung umfasst dabei aber nicht die Erstlinien-Therapie vom Mantelzell-Lymphom, sondern der Behandlung von rezdivierten oder refraktären Mantelzell-Lymphomen.

Hersteller des Bruton Tyrosine Kinase (BTK) Inhibitor ist AstraZeneca. Der Status basiert auf den Daten der Phase-2-Studie ACE-LY-004 für vorbehandelte Patienten des Mantelzell-Lymphoms und ermöglicht eine beschleunigte Zulassung des Medikamentes.

An der Studie ACE-LY-004 nahmen 124 erwachsene Patienten mit einem Mantelzell-Lymphom teil. Das Ansprechen (ORR) auf Acalabrutinib lag bei 80%, davon erreichten 40% eine komplette Remission und 40% eine partielle Remission.
Nebenwirkungen des Medikamentes waren unter anderem Anämie (46%), Neutropenie (36%), Durchfall (31%) und Fatigue (28%).

Calquence kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Betroffene schlucken alle zwölf Stunden eine Kapsel zu 100 mg.

Nov 01

Acalabrutinib erhält „Breakthrough“-Status für Mantelzell-Lymphom (MCL)

Die US-Gesundheitsbehörde FDA für das Krebsmedikament Acalabrutinib (Calquence) gegen das Mantelzell-Lymphom (MCL) eine beschleunigte Zulassung bewilligt. Hersteller des Bruton Tyrosine Kinase (BTK) Inhibitor ist AstraZeneca. Der Status basiert auf den Daten der Phase-2-Studie ACE-LY-004 für vorbehandelte Patienten des Mantelzell-Lymphoms und ermöglicht eine beschleunigte Zulassung des Medikamentes.

An der Studie ACE-LY-004 nahmen 124 erwachsene Patienten mit einem Mantelzell-Lymphom teil. Das Ansprechen (ORR) auf Acalabrutinib lag bei 80%, davon erreichten 40% eine komplette Remission und 40% eine partielle Remission.

Nebenwirkungen des Medikamentes waren unter anderem Anämie (46%), Neutropenie (36%), Durchfall (31%) und Fatigue (28%).

Quellen: https://www.astrazeneca.com/media-centre/press-releases/2017/us-fda-approves-astrazenecas-calquence-acalabrutinib-for-adult-patients-with-previously-treated-mantle-cell-lymphoma-24102017.html

Okt 19

Axicabtagen-Ciloleucel (axi-cel) von Kite Pharma hat FDA Zulassung für Lymphome

Die amerikanische Regulierungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) für Arzneimittel hat heute die Zulassung Axicabtagen-Ciloleucel (Yescarta) für Diffus großzellige B-Zellen-Lymphome (DLBCL) erteilt. Axicabtagen-Ciloleucel ist eine weitere CAR-T-Zellentherapie. Hersteller ist Kite Pharma.

Die Zulassung erfolgte auf Basis der Daten der ZUMA-Studie. Mittels CAR-T konnten innerhalb der ZUMA-Studie eine Vielzahl von Patienten mit refraktären Lymphomen in Remission gebracht werden und CAR-T wird mittlerweile als Quantensprung in der Krebstherapie gesehen. In den USA macht das DLBCL knapp 30% aller Lymphome aus.

Die Zulassung für Europa wird Mitte 2018 erwartet.

Quelle: https://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm581216.htm

Okt 13

Uniklinik München spricht Therapieempfehlung für Obinutuzumab beim follikulären Lymphom aus

Die Uniklinikum München, vertreten durch rof. Dr. W. Hiddemann, sieht Obinutuzumab als neuen Standard in der Therapieempfehlung bei der Behandlung des follukulären Lymphoms. Auf der Webseite Medizin Aspekte wird Dr. Hiddemann wie folgt zitiert: „Nach dem Ergebnis dieser Studie muss Obinutuzumab in Kombination mit Chemotherapie als neuer Standard in der Therapie follikulärer Lymphome angesehen werden“. Weiterlesen »

Okt 13

Bewertung der DGHO zum Einsatz von Pembrolizumab beim Hodgkin Lymphom

Pembrolizumab (Keytruda) ist ein Immuntherapeutikum vom Hersteller Merck. Pembrolizumab ist ein monoklonaler PD1-Antikörper, der die Fähigkeit des körpereigenen Immunsystems zur Erkennung und Bekämpfung von Tumorzellen stärkt. Pembrolizumab blockiert die PD-1/PD-L vermittelte Inhibition aktivierter T-Zellen und verstärkt die autologe Immunreaktion und ist in Deutschland zugelassen für Patienten mit Rezidiv nach autologer Stammzellentransplantation.

Die DGHO spricht eine Behandlungsempfehlung für Pembrolizumab für Patienten nach einer autologen Stammzellentransplantation als weitere Behandlungsmöglichkeiten zu Nivolumab aus.

Pembrolizumab führt zu Remissionsraten von 65–75% mit einer progressionsfreien Überlebenszeit von über einem Jahr und einer 1-Jahres-Überlebensrate >95%.

Die komplette DGHO Stellungnahme findet man hier:
https://www.dgho.de/informationen/stellungnahmen/fruehe-nutzenbewertung/Pembrolizumab%20Hodgkin%20Lymphom%20DGHO%20GHSG%20Stellungnahme%2020170922.pdf

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