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Es ist gerade für junge Menschen mit der Diagnose „Krebs“ ein Problem, was sich oft erst nach der Behandlung zeigt. Denn oft hinterlassen die Behandlung mit Chemotherapie und Bestrahlungen Nebenwirkungen, die auch die Fruchtbarkeit nach der Behandlung einschränken oder komplett zerstören.

Oft findet vorher kaum Aufklärung statt und wenn ein Aufklärung statt findet, stehen junge Menschen meist immer vor dem gleichen Problem – die Finanzierung der Erhaltung der Fertilität. Medizinische Möglichkeiten gibt es mittlerweile, bei männlichen Patienten können Spermien eingefroren werden und bei weiblichen Patienten bspw. Eizellen entnommen werden.

Eine Finanzierung der Entnahme und Konservierung von Eizellen, Spermien oder Hodengewebe sieht das Sozialgesetzbuch V (SGB V) als zentrales Regelwerk für die Gesetzlichen Krankenkassen nicht vor, viele Krankenkassen lehnen die Anträge auch oft ab. Viele Betroffene können sich die notwendigen 3.500 bis 4.300 Euro für die Entnahme und das Einfrieren von Eizellen bei der Frau bzw. ca. 500 Euro für die Entnahme und das Einfrieren von Spermien beim Mann nicht leisten. Dazu kommen jährliche Kosten von rund 300 Euro für die Lagerung im Stickstofftank.

Die Chancen einer Frau auf eine Schwangerschaft, bei der Entnahme von Eierstockgewebe, liegen bei 30 bis 50%, wenn die Patientin bei der Entnahme jünger als 35 Jahre alt ist.

Weitere Informationen zum Thema Schutz der Fertilität und dem späteren Kinderwunsch unter http://fertiprotekt.de/